Dein Sicherheitsnetz 

Dein Tagesgeldkonto

Als Unternehmerin hast du meist keinen regelmäßigen Geldeingang wie im Angestelltenverhältnis. Dafür sind dir beim Verdienst nach oben keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass du für dich eine Rücklage hast oder nach und nach aufbaust, um schwankende Einnahmen auszugleichen und mögliche Geschäftsrisiken im Notfall aufzufangen. 

Dafür eignet sich am besten ein Tagesgeldkonto. Worauf du beim Tagesgeldkonto achten solltest, wie viel Rücklage du tatsächlich brauchst und welches das richtige Tagesgeldkonto für dich ist, erfährst du im folgenden Beitrag. So kannst du von meinen Erfahrungen lernen und untem beim Vergleich direkt das passende Tagesgeldkonto für dich raussuchen.

Damit stellst du sicher, dass du beim Wegbruch eines großes Auftrages, Verdienstausfall wegen Krankheit oder anderer Unternehmensrisiken, deinen Traum vom eigenen Business nicht gleich aufgeben musst. Ein Notgroschen bietet dir die Sicherheit auch mal schlechte Zeiten zu überstehen.

Wieviel Rücklage ist genug?

Als Faustregel empfehle ich dir so viel Geld auf deinem Tagesgeldkonto verfügbar zu haben, dass du mindestens drei Monate über die Runden kommst. Das gibt dir Flexibilität und Sicherheit. Je nach Risikoempfinden kannst du den Betrag natürlich variieren. Ich persönlich habe ausreichend Rücklage für 6 Monate, denn als Selbstständige trage ich ein höheres Risiko als im Angestelltenverhältnis und da möchte ich vorgesorgt haben.

Doch wie viel ist das denn genau?

Dafür musst du deine Ausgaben kennen. Verschaffe dir also einen Überblick über deine Kosten – die fixen und variablen, die privaten und geschäftlichen. Wenn es hart auf hart kommt, worauf kannst du verzichten? Welche Ausgaben könntest du zur Not reduzieren oder streichen? Wie lange bist du in deinen Verträgen gebunden? Diese Übung ist ohnehin etwas, dass du regelmäßig machen solltest, ob Unternehmerin oder Angestellte.

Um deine Finanzen im Griff zu haben und dich nicht von Geld abhängig zu machen, musst du wissen, womit du es zu tun hast. Fang mit einem Haushaltsplan an oder schreib dir die Ausgaben in dein Handy. Es gibt auch Apps, mit denen du das wunderbar und einfach tracken kannst. Denn oft sind es die kleinen versteckten Kosten, die ins Gewicht fallen: Hier ein Kaffee, da etwas beim Bäcker, hier mal ein neues Shirt, da ein Kinobesuch. Hast du das gemacht, weißt du ganz genau, wie viel Geld du im Monat wirklich brauchst und kannst vielleicht nebenbei gleich ein paar unnötige Ausgaben eliminieren.

Nur so viel wie nötig! Aber Achtung – Dein Tagesgeldkonto ist keine Geldanlage. Im Gegenteil: Bei der heutigen Niedrigzinspolitik wird dein Geld eher immer weniger wert sein, weil alles drum herum teurer wird. Nutze dein Tagesgeldkonto wirklich nur als Notgroschen und für all das Geld, dass du kurzfristuig verfügbar haben muss, wie deine Steuerrücklage. Alles andere, behältst du auf deinem Girokonto für die alltäglichen Ausgaben und investierst den Rest so, dass dein Geld für dich arbeitet und nicht umgedreht.

In meinem Beitrag zu Bondora Go&Grow findest du ein Rechenbeispiel, warum du gerade hier besonders vorsichtig sein solltest, um kein Geld zu verlieren!

 

Wie baust du dir deine Tagesgeld-Rücklage auf?

Nicht jede Unternehmerin kann gleich mal eben für mehrere Monate Geld vom Business-Konto zur Seite packen. Das ist ganz normal. Gerade am Anfang brauchst du Geld für deine Investitionen. Das heißt allerdings nicht, dass du ganz auf ein Tagesgeldkonto verzichten solltest. Du kannst einen Dauerauftrag einrichten, damit automatisch monatlich ein gewisser Betrag auf dein Tagesgeldkonto überwiesen wird. Den kannst du mit steigenden Einnahmen flexibel anpassen. Bezahle dich immer zuerst selbst und schau, dass du mit den Rest deine Ausgaben decken kannst und nicht umgedreht.

Manche Banken bieten sogar Sparaufträge an, bei dem du definieren kannst, wann abgebucht wird und wie viel Geld mindestens auf deinem Hauptkonto verbleiben soll. So musst du dich nicht auf einen festen Betrag festlegen und läufst nicht Gefahr dein Konto zu überziehen. Schritt für Schritt kommst du so deinem Ziel näher. Einfach anfangen! Du wirst staunen wie schnell sich so ein Sicherheitsnetz aufbaut, wenn du dran bleibst.

Mit diesen 4 Schritten kommst du an dein Ziel:

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Ziel festlegen

Verschaffe dir einen Überblick: Wie viel Geld brauchst du für DICH?

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Sparen

Bezahle dich zuerst selbst & richte dir einen Dauerauftrag ein.

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Überprüfen

Überprüfe deine Finanzen regelmäßig, mindestens quartalsweise.

=
Optimieren

Erhöhe deine Sparbeiträge regemäßig & eliminiere unnötige Kosten.

Worauf kommt es beim Tagesgeldkonto an?

Ich selbst habe ganze 5 verschiedene Tagesgeldkonten bei unterschiedlichen Banken und jedes hat seinen eigenen Zweck. Das wichtigste Tagesgeldkonto ist meine Gewinnrücklage für’s Business. Ich wiederhole es gern: Bezahle dich immer zuerst selbst! Zusätzlich habe ich mit kontist ein intelligentes Konto für meine Steuerrücklage und eins bei meiner Hausbank der DKB für meine ganzen Reisen, eins als privaten Notgroschen und eins für kurzfrsitige größere Anschaffungen. Doch worauf solltest du achten, wenn du deine Rücklage anpackst?

Hier 5 Dinge, auf die es beim Tagesgeldkonto ankommt:

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kostenfrei

Tagesgeldkonten sind in der Regel kostenfrei. Das setze ich für mich voraus, auch für Girokonten – sowohl privat als auch geschäftlich. Mein kostenloses Konto fürs Gewerbe habe ich beispielsweise bei der N26. Dort gibt es sogenannte Spaces – virtuelle Unterkonten, auf denen du Geld parken kannst. Dafür brauchst du noch nicht einmal ein extra Tagesgeldkonto eröffnen. Zinsen gibt es dort keine, aber die kriegst du aktuell sowieso fast nirgends, zumindest nicht so, dass es sicht lohnt.

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täglich verfügbar

Tagesgeldkonten sind keine Girokonten und trotzdem kommst du jederzeit (an Bankarbeitstagen) an dein Geld, ohne Kündigungsfrist. Du musst bei der Kontoeröffnung immer ein Girokonto als Referenz angeben, nur auf dieses kannst du dann dein Geld wieder auszahlen lassen.

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mobil

Mir persönlich ist Online-Banking und die Verfügbarkeit einer Banking-App wichtig. Mein Handy hab ich immer bei mir. So hab ich jederzeit einen Überblick und kann ganz einfach per Klick hin und her buchen ohne Filiale und ohne umständliches Papier-TAN-Verfahren. Mit der DKB-App und dazugehöriger TAN2Go bin ich beispielsweise sehr zufrieden. Dort habe ich meine privaten Giro- und Tagesgeldkonten.

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intelligent

Konten können heutzutage selbst denken. Mein Business-Konto bei kontist rechnet mir beispielsweise aus, wie viel Geld ich für die Einkommen- und Umsatzsteuer zurücklegen muss und trennt die Beträge direkt. Außerdem ist es automatisch mit meinem Buchhaltungsprogramm verbunden, was mir enorm viel Zeit und Steuerberatungskosten spart. Dafür zahle ich dann auch gern 9 EUR netto pro Monat.

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100% sicher

Dein Geld auf deinem Tagesgeldkonto ist zu 100% sicher, d.h. es unterliegt keinen Schwankungen wie Aktien an der Börse. Schau jedoch auf die Einlagensicherung bei deiner Bank. Deutsche Banken bieten in der Regel für bis zu 100.000 EUR eine Sicherheit.

Welches Tagesgeldkonto ist das Richtige für dich?

Ich habe festgestellt, dass es durchaus Sinn macht, dein Tagesgeldkonto so von deinen anderen Finanzen zu trennen, dass es bei einer anderen Bank geführt wird und du es nicht jeden Tag im Online-Banking siehst. Frei nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn – kommst du hier nicht in Versuchung beim nächsten Sale umzubuchen und drauf los zu shoppen. Mach den ersten Schritt und eröffne dein neues Tagesgeldkonto. Gib jedem Euro einen Auftrag und verteile deine Rücklage in unterschiedliche Töpfe. Also los – einfach mal machen. Jetzt ist der richtige Moment, um anzufangen.

Infos und Vergleiche zum Business-Konto findest du in meinem anderen Artikel hier.

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